11.APRIL - 3. Juli2026

FRAUENBILDER

copyright Isabell Kessler

Vier Photographinnen aus Berlin zeigen Fine Art Photographie

CHERIE BIRKNER

ISABELL KESSLER

VERONIKA HUBERT NATTER

JANINA WAGNER

VERNISSAGE

10.4.2026

Die Vernissage war gut besucht und wir danken vor allem TVA für den ausführlichen und sehr schönen Beitrag!

„Frauenbilder“ zeigt Fine Art Photographie von vier jungen Künstlerinnen aus Berlin, die sich erstmalig in Regensburg in einer Sammelausstellung in der Galerie Claus präsentieren. Neben der professionellen Tätigkeit als Photographinnen haben sie sich der Kunst verschrieben und präsentieren mit ihren Bildern unterschiedliche spezifische Zeitdokumente der Weiblichkeit.

Cherie Birkner präsentiert in ihren hedonistischen Bildern die Femme pur, überzeichnet dabei auf ästhetische Art Feminität. Die Frau erscheint oberflächlich objekthaft, strahlt dabei jedoch eine starke und selbstbewusste Präsenz, sowie eine Lust nach Freiheit aus. Die Photographin zeigt das Feminine überzeichnet, ohne dass sie es persifliert. Die Bilder behalten dabei eine eigene Ästhetik und starke Aussagekraft.

Die Photographien von Veronika Hubert Natter bestechen durch eine farbintensive, retrospektiv anmutende Bildkomposition, die den Betrachter in eine vergangene und doch reale Welt hineinzieht. Es ist eine Farbenwelt, die in der Anmutung zwischen Popart und Tarantino- Film angesiedelt ist, mit einer harmonischen pastellfarbenen Oberfläche und dabei doch ein tiefes Gefühl hinterlässt, welches sich erst auf den zweiten Blick erschließt.

Janina Wagners Photographien bewegen sich thematisch zwischen Intimität und Distanz. In ruhigen beobachtenden Bildern entstehen Momente von Verletzlichkeit und Selbstbehauptung zugleich.  Ihre Serie von Portraits einer Soldatin setzen sich mit dem Gefühl der Anerkennung und Zugehörigkeit in einem traditionell von Rollenbildern geprägten Umfeld, dem Militär, auseinander.

Isabell Kesslers Bilder ergänzen die Ausstellung durch eine romantisch sanfte Perspektive mit einer stilisierten fast ikonenhaften Weiblichkeit, entrückt und modern. Die Frauen sind wie beiläufig abgebildet, als ob sie sich nicht kümmerten. Kessler fängt das Thema Unnahbarkeit auf eine künstlerische Art ein, taucht die Bilder in ein sanftes Grau Weiß, was an Traumbilder erinnert.